Diese Schule ist für alle die geschrieben, die ohne Umweg über die Geige das Bratschenspiel erlernen wollen, um in möglichst kurzer Frist in Spielgemeinschaften und Schülerorchestern mitzumusizieren. Sie richtet sich an Erwachsene und "beinahe" Erwachsene. Die Schule beschränkt sich auf das Wesentliche und versucht trotz der konzentrierten Behandlung der technischen Probleme durch Einfügung zahlreicher Duette alter Meister und zeitgenössischer Komponisten von vornherein das Ziel gemeinschaftlichen Spielens in den Vordergrund zu stellen.
Die fröhliche Viola - Band 2 | Bratschenschule für den Anfang Ausbau der 1. Lage und Einführung in die 2. und 3. Lage Die "Fröhliche Viola" ist eine Bratschenschule für Kinder. Sie wendet sich vor allem an Schüler, die ohne Umweg über die Geige gleich mit der Viola beginnen. Wer bereits Geige gespielt hat und die Schule als "Umsteigeschule" verwendet, mag manche Stücke überspringen oder auch mit Band 2 beginnen. Wie bei der "Fröhlichen Violine" steht der Spaß am Lernen im Vordergrund. So motivieren ein stilistisch vielfältiges Angebot von Liedern und Spielstücken aus Klassik und Folklore zum Musizieren, und kleine Texte berichten allerlei Wissenswertes über die Viola, die Musik und ihre Komponisten. Die Viola wird sowohl als Solo- wie auch als Begleitinstrument behandelt, und das "Hören" und "Zählen" von Unter- und Mittelstimmen wird gezielt trainiert. Durch die Notation vieler Lied- und Zweitstimmen im Violinschlüssel und Beispiele für Trio und Quartett werden das Zusammenspiel mit Freunden oder in der Familie besonders gefördert.
Johannes Brahms Klavierquartett g-moll op. 25 Hanspeter Krellmann (Herausgeber) Hans-Martin Theopold (Fingersatz)Die Anfänge von Brahms’ g-moll-Quartett op. 25 gehen in die 1850er-Jahre zurück, vollendet wurde das Werk jedoch erst im Herbst 1861. Dass der Komponist sein neues Werk hoch schätzte, geht schon daraus hervor, dass er es ein Jahr später bei seinem ersten öffentlichen Auftreten in Wien als Pianist und Komponist aufs Programm setzte. Es ist bis heute das beliebteste der drei Brahms’schen Klavierquartette geblieben, nicht zuletzt wegen seines fulminanten Finalsatzes, einem Rondo alla Zingarese.
Ludwig van Beethoven Streichquartette Opus 59, 74, 95 Paul Mies (Herausgeber) Ernst Herttrich (Vorwort)Die fünf in diesem Band vereinigten Streichquartette Beethovens werden allgemein als „die mittleren Quartette“ apostrophiert, obwohl sie stilistisch keineswegs eine geschlossene Einheit bilden. Zwischen der Entstehung der drei Quartette op. 59 (1806) und des Quartetts op. 74 (1809/10) liegen denn auch mehr als drei Jahre.In die Quartette op. 59 streute Beethoven einige russische Volksliedthemen ein – eine Hommage an Fürst Rasumowsky, der die Werke bei ihm in Auftrag gegeben hatte. Sie werden daher oft auch als „russische Quartette“ bezeichnet. Auch das nächste Quartett, Op. 74 in Es-dur, erhielt einen Beinamen: Wegen einiger längerer Pizzicato-Passagen im ersten Satz nennt man es oft „Harfenquartett“. Das f-moll-Quartett schließlich, Op. 95, trägt im Autograph den Titel „Quartett serioso“.Alle Quartette sind reife Meisterwerke, die hohe interpretatorische und technische Ansprüche stellen.
Die fröhliche Viola - Band 1 | Bratschenschule für den Anfang Die "Fröhliche Viola" ist eine Bratschenschule für Kinder. Sie wendet sich vor allem an Schüler, die ohne Umweg über die Geige gleich mit der Viola beginnen. Wer bereits Geige gespielt hat und die Schule als "Umsteigeschule" verwendet, mag manche Stücke überspringen oder auch mit Band 2 beginnen. Wie bei der "Fröhlichen Violine" steht der Spaß am Lernen im Vordergrund. So motivieren ein stilistisch vielfältiges Angebot von Liedern und Spielstücken aus Klassik und Folklore zum Musizieren, und kleine Texte berichten allerlei Wissenswertes über die Viola, die Musik und ihre Komponisten. Die Viola wird sowohl als Solo- wie auch als Begleitinstrument behandelt, und das "Hören" und "Zählen" von Unter- und Mittelstimmen wird gezielt trainiert. Durch die Notation vieler Lied- und Zweitstimmen im Violinschlüssel und Beispiele für Trio und Quartett wird das Zusammenspiel mit Freunden oder in der Familie besonders gefördert.
Der 2. Teil der Bratschenschule ist wiederum hauptsächlich für die geschrieben, die ohne Umweg über die Geige das Bratschenspiel erlernen möchten. Gleichzeitig bietet das Heft Übungsmaterial für Geiger, die sich selbstständig auf die Bratsche ausbilden wollen.
Wolfgang Amadeus Mozart Klavierquartette KV 478 und 493 Ernst Herttrich (Herausgeber) Hans-Martin Theopold (Fingersatz)Heute kaum mehr vorstellbar – aber das damalige Wiener Publikum konnte sich mit Mozarts Klavierquartett KV 478 nicht anfreunden. Den dramatischen g-moll-Charakter vor allem des 1. Satzes war es von diesem Komponisten nicht gewohnt. So kam es, dass der Verleger Hoffmeister es ablehnte, weitere Quartette zu drucken und Mozart nach KV 478 nur noch das Es-dur-Quartett KV 493 komponierte, obwohl ursprünglich eine Serie von sechs Werken ge-plant war. Jammerschade – die beiden Klavierquartette gehören zu den Perlen seiner Kammermusik mit Klavier und erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit.
Nach dem Einstieg mit leeren Saiten und einfachsten Notenwerten folgt die „Rufterz“ als Basis- und Orientierungsintervall insbesondere im Hinblick auf das Erlernen einer sauberen Intonation. Anhand von Kinderliedern, die allesamt textiert sind, damit die Melodielinien stets im Ganzen aufzufassen sind, werden im ersten Heft sukzessive alle Finger eingesetzt, erste Vorzeichen und Notenwerte von der Ganzen bis zu Achteln eingeführt. Ein besonderes Augenmerk liegt von Beginn an auf dem Lesen der Notenschrift; darüber hinaus werden einfache Saitenübergänge und grundlegende Stricharten trainiert.Dem Heft, das mit vergrößertem Notenbild und zauberhaften farbigen Illustrationen besonders kindgerecht ausgestaltet ist, liegt ein Bogen mit Notenkärtchen zum Ausschneiden bei, anhand derer die kleinen Schüler zahlreiche Lege- und Ratespiele erfinden und später auch Tonleitern und Notennamen erlernen können.Als Ergänzung eignen sich die beiden von Egon Saßmannshaus herausgegebenen Hefte „Spielbuch für Streicher“ (BA 9698) und „Weihnachtsspielbuch“ (BA 9699), die schon den jüngsten Schülern die Möglichkeit geben, sich im Streicher-Ensemblespiel auszuprobieren.Der AutorDie 1976 von Egon Saßmannshaus, einem der erfahrensten und namhaftesten Violinpädagogen in Deutschland, veröffentlichte Schule „Früher Anfang auf der Bratsche“ (Das Standardwerk für junge Streicher) entwickelte sich rasch zur beliebtesten und meistverkauften Schule für Anfänger des Violaspiels im deutschsprachigen Raum.„Der Saßmannshaus“ ist eine der gründlichsten und bestdurchdachten Bratschenschulen für Anfänger weltweit.
Der zweite, mit farbigen Illustrationen und anschaulichen Griffbildern versehene Band bietet neben bekannten Kinder- und Volksliedern auch zweistimmige klassische Spielstücke, die die Lesefähigkeit der Schüler erweitern helfen. Erlernt werden punktierte Noten, Sechzehntel und erste Doppelgriffe sowie die hohe und tiefe Fingerstellung im Wechsel.Bahnbrechend ist das Heft aufgrund der frühen Einführung in das Lagenspiel: Durch die Kombination verschiedener Griffblöcke als Grundbausteine jeglicher Tonleitertechnik lassen sich ohne Verwendung leerer Saiten Dur- und Moll-Tonleitern in allen Lagen spielen, und dies oftmals schon im ersten Unterrichtsjahr!Auf dieser Basis können auch die bereits bekannten und geübten Kinderlieder einfach in andere Tonarten und höhere Lagen transponiert werden. Zusammen mit ersten Übungen zum Lagenwechsel wird so die Grundlage für eine frühe virtuose Spieltechnik gelegt – ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Lehrmethoden.Der AutorDie 1976 von Egon Saßmannshaus, einem der erfahrensten und namhaftesten Violinpädagogen in Deutschland, veröffentlichte Schule Früher Anfang auf der Bratsche (Das Standardwerk für junge Streicher) entwickelte sich rasch zur beliebtesten und meistverkauften Schule für Anfänger des Violaspiels im deutschsprachigen Raum.„Der Saßmannshaus“ ist eine der gründlichsten und bestdurchdachten Bratschenschulen für Anfänger weltweit.
Schwerpunkt des dritten Bandes ist das Duospiel in verschiedensten Takt- und Tonarten, wobei die Vielseitigkeit der ausgewählten Spielstücke große Musizierfreude auszulösen und zugleich das Empfinden für die unterschiedlichen musikalischen Stile zu entwickeln vermag.Auf dieser Basis werden die bekannten Griffmuster und Bogenstriche vertieft und weiter ausgebaut; hinzu kommen erste Verzierungen (Triller, Vorhalt, Pralltriller) sowie als neue rhythmische Einheit die Triole. Eine Tabelle auf der hinteren inneren Umschlagseite verzeichnet die Seitenangaben der im vorliegenden Heft sowie die der im dritten Heft der Cello-Schule (BA 9693) parallel enthaltenen Duette, sodass auch in gemischter Besetzung musiziert werden kann.Der AutorDie 1976 von Egon Saßmannshaus, einem der erfahrensten und namhaftesten Violinpädagogen in Deutschland, veröffentlichte Schule „Früher Anfang auf der Bratsche“ (Das Standardwerk für junge Streicher) entwickelte sich rasch zur beliebtesten und meistverkauften Schule für Anfänger des Violaspiels im deutschsprachigen Raum.„Der Saßmannshaus“ ist eine der gründlichsten und bestdurchdachten Bratschenschulen für Anfänger weltweit.
Der vierte Band erweitert das Lagenspiel, führt neue Stricharten ein und übt diese an Tonleitern in allen Tonarten sowie anhand klassischer Duos mit stetig steigendem Schwierigkeitsgrad. Dreistimmige Akkorde, Flageolett-Töne und weitere Verzierungen (Mordent, Vor- und Nachschlag, Doppelschlag) ergänzen das spieltechnische Reservoir.Die Schüler haben nun in technischer wie interpretatorischer Hinsicht einen Leistungsstand erreicht, der es ihnen ermöglicht, parallel zum vierten Heft erste Ausflüge in die Konzertliteratur zu unternehmen: Für Viola arrangierte Violinkonzerte von Rieding und Seitz, die in der Reihe „Bärenreiter’s Concert Pieces“ von Kurt Sassmannshaus als ideale Weiterführung der Saßmannshaus-Schule herausgegeben werden, sowie etwa die in der Sammlung Konzertstücke für Bratsche und Klavier (BA 9697)) enthaltenen Originalkompositionen und Arrangements sind nunmehr zu bewältigen und schlagen eine Brücke hin zum anspruchsvollen Standardrepertoire für die Viola.Der AutorDie 1976 von Egon Saßmannshaus, einem der erfahrensten und namhaftesten Violinpädagogen in Deutschland, veröffentlichte Schule „Früher Anfang auf der Bratsche“ (Das Standardwerk für junge Streicher) entwickelte sich rasch zur beliebtesten und meistverkauften Schule für Anfänger des Violaspiels im deutschsprachigen Raum.„Der Saßmannshaus“ ist eine der gründlichsten und bestdurchdachten Bratschenschulen für Anfänger weltweit.
Wolfgang Amadeus Mozart Trio Es-Dur KV 498 (Kegelstatt) Ernst Herttrich (Herausgeber) Hans-Martin Theopold (Fingersatz)Sollte dieses kunstvoll komponierte Werk tatsächlich beim Kegelschieben entstanden sein? Die Legende hält sich hartnäckig, es gibt jedoch keine verbürgte Quelle dafür. Auffällig ist in jedem Fall die ungewöhnliche Besetzung: Eine Klarinette anstelle der Violine zu verwenden, war zwar durchaus üblich bei Klaviertrios; Mozart ersetzte aber außerdem das Violoncello durch die Viola, sein erklärtes Lieblingsinstrument. Die Bratsche erhielt folglich einen viel stärkeren Part als üblicherweise das Violoncello. Unsere Einzelausgabe dieses spielerisch-heiteren Werks wurde dem bereits vorliegenden Band mit sämtlichen Klaviertrios (HN 247) entnommen, der nach den neuesten Erkenntnissen der Mozart-Forschung revidiert wurde.
Ludwig van Beethoven Streichtrios und Streichduo - Streichduos und -triosEmil Platen (Herausgeber)Wie schon die Opuszahlen ausweisen, sind die fünf Streichtrios verhältnismäßig frühe Werke. Opus 3 wurde von Beethoven Anfang 1796 zum Druck gegeben, in dasselbe Jahr fällt auch der Beginn der Kompositionsarbeiten an der Serenade op. 8, der dann auch bald die drei Trios op. 9 folgten. Danach hat Beethoven sich mit dieser Gattung nicht mehr beschäftigt. Dennoch – die fünf Stücke sind vollgültiger Beethoven und werden immer wieder gerne gespielt. Ebenfalls in den Band aufgenommen wurde das im Autograph als „Duett mit zwei obligaten Augengläsern“ bezeichnete Stück, das Beethoven offenbar für zwei kurzsichtige Freunde komponiert hatte.
Johannes Brahms Streichquartette op. 51 Nr. 1 c-moll und Nr. 2 a-moll Salome Reiser (Herausgeber)Bereits über 20 Streichquartette hatte Brahms komponiert (einem Freund gestand er, „das Zeug“ habe er alles verbrannt), bevor er sich mit seinem Opus 51 an die Öffentlichkeit wagte. Insgesamt hielten am Ende nur drei erhaltene Werke seiner hohen Selbstkritik stand; zahlreiche Korrekturschichten zeugen vom Ringen um jedes Detail. Wir veröffentlichen die beiden leidenschaftlich-düsteren Quartette op. 51 getrennt vom eher heiteren Opus 67. Als Grundlage dient der 2004 im Henle Verlag erschienene Band der Neuen Brahms-Gesamtausgabe, der erstmals auf bisher verschollene Quellen aus einem Schweizer Nachlass zugreifen konnte.
Ludwig van Beethoven Streichquartette Opus 18 Paul Mies (Herausgeber) Ernst Herttrich (Vorwort)Beethoven kam verhältnismäßig spät zum Streichquartett. Als er den Auftrag zur Komposition der Quartette op. 18 von Fürst Lobkowitz erhielt, war er bereits 28 Jahre alt, als er sie beendete, 30 Jahre. Es sind denn auch durchaus reife Werke, die sich einerseits, in ihren technischen Ansprüchen, deutlich von etwa den Mozart’schen Quartetten unterscheiden, sich aber andererseits musikalisch auch an ihnen orientieren. Das A-dur-Quartett KV 464 diente ganz offensichtlich als Vorbild für Op. 18 Nr. 5. Beethovens sechs Quartette op. 18 sind aber völlig eigenständige Werke und gehören zu den wichtigsten Beiträgen zu dieser Gattung. In den 1980er-Jahren sind die Kopistenabschriften wieder zugänglich geworden, in denen Beethoven dem Auftraggeber, Fürst Lobkowitz, die Quartette überreicht hatte. Sie repräsentieren ein Stadium vor der endgültigen Fassung der Erstausgabe mit einer reicheren dynamischen und artikulatorischen Bezeichnung, was sie vor allem auch für die Praxis interessant macht. Da die Autographe zu den sechs Quartetten op. 18 nicht mehr erhalten sind, kommt diesen Manuskripten selbstverständlich besondere Bedeutung zu. Sie konnten für diese Henle-Urtextausgabe erstmals berücksichtigt werden.
Joseph Haydn Streichquartette Heft IV op. 20 (Sonnenquartette) Sonja Gerlach (Herausgeber) Georg Feder (Herausgeber) Christin Heitmann (Vorwort)Der Beiname „Sonnenquartette“ geht nicht auf Haydn zurück, sondern spielt auf eine zeitgenössische Ausgabe an, deren Titelblatt von einer aufgehenden Sonne verziert wurde. Die Quartette op. 20 gehören als letzte Serie zu einer Gruppe früherer Streichquartette, sie weisen aber deutlich über ihre Zeit hinaus. Eine formale Besonderheit stellen die anspruchsvollen Fugen dar, die drei der sechs Quartette abschließen.
Joseph Haydn Streichquartette Heft X op. 76 (Erdödy-Quartette) Horst Walter (Herausgeber)Meisterhaft und voll neuer Gedanken beschrieb der schwedische Gesandtschaftssekretär Silverstolpe diese Quartette, als er sie 1797 zum ersten Mal hörte. Und der mit Haydn befreundete Musikhistoriker Charles Burney berichtete 1799: Ich habe durch Instrumentalmusik niemals mehr Vergnügen empfunden. Die Neuausgabe dieser sechs Werke, – darunter das berühmte „Kaiserquartett“ – folgt dem Text der vom Joseph Haydn-Institut in Köln herausgegebenen Gesamtausgabe. Sowohl in den Stimmen (HN 214) als auch in der Studien-Edition (HN 9214) informiert ein ausführlicher Textteil über Quellen und Lesarten. Klapptafeln in den Stimmen ermöglichen optimales Wenden der Seiten.
Ludwig van Beethoven Klavierquartette Siegfried Kross (Herausgeber) Hans-Martin Theopold (Fingersatz)Dass Beethoven nur vier Klavierquartette hinterließ, kann man nur bedauern, denn die vier Opera gehören zu den beliebtesten Werken dieses Genres. Drei davon, die Quartette WoO 36, sind noch in Bonn entstanden und gehören zu Beethovens besten Jugendwerken überhaupt. Auch wenn sie Mozart’schen Geist atmen, sind sie doch schon typischer Beethoven. Wie sehr er sie auch später noch schätzte, geht daraus hervor, dass er den langsamen Satz des dritten Quartetts in seiner ersten Klaviersonate, op. 2 Nr. 1, wiederverwendete. Das vierte Quartett stellt eine andere Fassung des Bläserquintetts op. 16 dar.
Johannes Brahms Klavierquintett f-moll op. 34 Michael Struck (Herausgeber) Carmen Debryn (Herausgeber) Hans-Martin Theopold (Fingersatz)Dass Beethoven nur vier Klavierquartette hinterließ, kann man nur bedauern, denn die vier Opera gehören zu den beliebtesten Werkean dieses Genres. Drei davon, die Quartette WoO 36, sind noch in Bonn entstanden und gehören zu Beethovens besten Jugendwerken überhaupt. Auch wenn sie Mozart’schen Geist atmen, sind sie doch schon typischer Beethoven. Wie sehr er sie auch später noch schätzte, geht daraus hervor, dass er den langsamen Satz des dritten Quartetts in seiner ersten Klaviersonate, op. 2 Nr. 1, wiederverwendete. Das vierte Quartett stellt eine andere Fassung des Bläserquintetts op. 16 dar.
Johannes Brahms Klavierquartett A-dur op. 26 Hanspeter Krellmann (Herausgeber) Hans-Martin Theopold (Fingersatz)Die Ursprünge von Opus 26 reichen wie beim g-moll-Quartett op. 25 in die 1850er-Jahre zurück. Seine endgültige Gestalt erhielt es jedoch erst im Sommer und Herbst 1861. Obwohl Clara Schumann in ihrer ersten Beurteilung meinte, das Werk werde „einem erst recht lieb, wenn man es genau kennt, erst oft gehört hat“, schrieb der Freund Joseph Joachim bereits nach flüchtiger Durchsicht, er habe sich „mit dem A-dur-Quartett immer mehr befreundet. Der Ton innigster Zartheit wechselt schön mit frischer Lebenslust“. Opus 26 ist denn auch, schon von seiner „helleren“ Tonart her, eindeutig das eingängigere der beiden benachbarten Klavierquartette.
Johannes Brahms Klavierquartett c-moll op. 60 Hanspeter Krellmann (Herausgeber) Hans-Martin Theopold (Fingersatz)Brahms’ drittes Klavierquartett hat eine höchst langwierige und komplizierte Entstehungsgeschichte. Eine allererste Fassung von Teilen – noch in cis-moll stehend – entstand bereits 1855/56. Weder der Komponist noch seine Freunde waren jedoch mit dieser Version so richtig glücklich. 1869 befasste Brahms sich erneut mit dem Werk, fand aber immer noch keine befriedigende Lösung. Erst 1874/75 brachte er die endgültige Fassung zu Papier; dabei wurden zwei Sätze der Urfassung durch neue ersetzt. Bereits die „tragische“ Tonart c-moll weist auf den recht düsteren, leidenschaftlichen Charakter des Werks hin. Brahms selbst wies in mehre-ren Briefen auf die „Werther-Stimmung“ des Quartetts hin.
Die Komposition machte ihn schlaflos: Als Schumann im Oktober 1842 das Klavierquintett in kurzer Zeit vollendet hatte, war seine körperliche und geistige Kraft am Ende. Diese Mühen merkt man dem Werk nicht an, im Gegenteil. „Voll Kraft und Frische“ nannte Clara Schumann diesen Neuling, sowie „äußerst brillant und effectvoll“. Der breiten Zustimmung schloss sich sogar Richard Wagner an. So avancierte Opus 44 schnell zu einer von Schumanns erfolgreichsten Kompositionen, die bis heute ein Glanzstück der Kammermusikliteratur darstellt. Wenn das Quintett teilweise an ein Klavierkonzert mit Orchester im Streichquartettformat erinnert, so ist dies auf seine Bestimmung für Claras Repertoire zurückzuführen. Der brillanten Pianistin wurde das Werk auch gewidmet.
Robert Schumann Klavierquartett Es-dur op. 47 - KlavierquartetteUlrich Leisinger (Herausgeber) Michael Schneidt (Fingersatz)„Abends spielten wir Roberts Es dur Quartett … und ich war wahrhaft entzückt wieder von diesem schönen Werke, das so jugendlich“, so schwärmte Clara Schumann 1842. Vorbereitend hatte Schumann Streichquartette der Wiener Klassiker studiert. Im Quartett sind daher alle Stimmen betont kammermusikalisch gleichberechtigt und durchdringen sich zu einem famosen Ensemble. Wegen der verzweigten Quellenlage enthält unsere Urtextausgabe einen ausführlichen Kritischen Kommentar. Die Violoncellostimme kommt der Musizierpraxis durch eine Klapptafel besonders entgegen. Im „Kammermusikjahr“ Schumanns entstanden das Klavierquartett und das Klavierquintett op. 44, die als „Schwesterwerke“ bezeichnet werden.
Ludwig van Beethoven Streichquartett B-dur op. 130 - Große Fuge op. 133 Rainer Cadenbach (Herausgeber)Der Kreis schließt sich – mit dieser Ausgabe ist unsere Urtext-Edition sämtlicher Streichquartette Beethovens nun vollendet. Den Schluss dieses hoch expressiven Werkes, in dessen Zentrum die berühmte „Cavatina“ steht, bildete ursprünglich die „Große Fuge“. Ein zeitgenössischer Rezensent empfand diese jedoch als „unverständlich, wie Chinesisch“. Auf Drängen des Verlegers ersetzte Beethoven sie daraufhin durch ein neu komponiertes Finale und veröffentlichte die „Große Fuge“ unter einer neuen Opus-Nummer. Seitdem wird sie gerne auch eigenständig ins Konzertprogramm aufgenommen. – Um dem Wunsch heutiger Ensembles entgegenzukommen, das Quartett op. 130 auch in Beethovens ursprünglicher Konzeption zu musizieren, fügen wir die „Große Fuge“ der Ausgabe bei.